Die Bausteine für ein besseres Hollfeld
Ein besseres Image unserer Stadt mit den Ortsteilen muss in der Darstellung nach Außen und in der empfundenen Wahrnehmung der Bewohner gebildet werden
Die Bausteine für ein besseres Hollfeld beschreiben dabei die zentralen Faktoren, die zu bearbeiten sind. Dann wird der positive Wirkungskreis von erhöhter Attraktivität als Lebens- und Wirtschaftsort dazu führen, dass mehr Menschen aller Generationen mit ihrem Geld, Investitionen und auch ihren Ideen zu uns kommen und den Kreislauf wiederum verstärken.
Die Bausteine für ein besseres Hollfeld
(c) Hans-Peter Härtl 2020
Stadt- & Dorfentwicklung als Handlungsfelder
Stadt- und Dorfentwicklung sind zentrale Handlungsfelder für ein besseres Hollfeld Stadt & Land
Unser ehemals lebendiges Städtchen steht vor dem Exodus – wir brauchen dringend wieder mehr „Leben“ mit Menschen, die sich darin und dort gerne aufhalten und nicht nur mit ihren Fahrzeugen durchrauschen!
Unsere Innenstadt verliert ihre Funktion und wird weiter von den Stadträndern demontiert werden, wenn wir hier nicht mit den begonnenen Maßnahmen (ISEK, Lebendige Innenstadt) massiv und konsequent weiterhin gegensteuern. Alle Bewohner unserer Stadt- und Ortsteile sollen sich wohlfühlen, IHR ZUHAUSE finden und sich damit identifizieren.
Wieder mehr "Leben" = Menschen in die Innenstadt
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| Die jetzige "Durchfahrtstraße" .... | .... MUSS wieder zu einer lebendigen "Einkaufstraße" werden! (KI-Montage, HPH) |
- Verbesserung der Infrastruktur (Straßen, Brücken) in Stadt & Land.Hollfeld und die Ortsteile müssen wieder einladender und schöner werden.
- Raum für Menschen und zum „Erleben" in der Innenstadt schaffen.
- Ausbau der finanziellen und materiellen Unterstützung für Vereine, Bürgerhäuser soziale und gemeinschaftsstiftende Einrichtungen.
- Einrichtung von gesponsorten Mobilitätsalternativen.
Das sind die Fakten: Wir haben in unserer zentralen Innenstadt über 75 Geschäfte, Läden und Gastronomie in den letzten 35 Jahren verloren! Das ist dramatisch! Ja, es stimmt, dieses Problem haben sehr viele Städte, jedoch mit diesem Ausmaß kenne ich keine. Und, Nein, das ist ein sehr differenziert zu betrachtendes Problem und dafür gibt es nicht Einzelverantwortliche. Wenn man jedoch mit nur sehr wenig Energie und Ideenreichtum an die Sache herangeht und nur die Leestände erhebt und bedauert, wird sich nichts ändern und die Situation nur verschärfen!
Das prinzipiell sehr gut angedachte Projekt „Bartholomäusspital“ und das ebenso schon gestartete Projekt „Kristallisationspunkt Langgasse“, könnten, wenn man es so gestaltet, wie in den ISEK-Vorschlägen vorgesehen, wirklich der Start für eine Trendwende sein.
Solange jedoch die Rahmbedingungen mit der bestehenden Verkehrssituation bestehen bleibt, wird sehr wahrscheinlich auch dieser sehr gute Ansatz wirkungslos verpuffen!
Dass man etwas erfolgreich dagegen tun kann belegen die zahlreichen Beispiele aus ganz Bayern und in unserer unmittelbaren Nachbarschaft! — Man muss es nur wollen, anpacken und dran bleiben!
Die wichtigsten Schritte dazu – Best Practice
- Fußgänger- und Aufenthaltsqualität: den Verkehrs drastisch limintieren,mid. Tempo 30, besser Schrittgeschwindigkeit, breite, beleuchtete Gehwege, Sitzgelegenheiten, barrierefreie Querungen
- Mischnutzung und flexible Läden und zentrumsnaher Wohnraum: Leerstände in Nutzungshäusern zu Café/Co-Working/Mikrogastronomie und temporären Pop-ups für Tests
- Zentrumskoordination und Events: Lokale Handelsgemeinschaft mit regelmäßiger Wochenmarktfortsetzung und gemeinsamem Veranstaltungskalender.
- Digitale Anbindung und Omnichannel: Lokales Stadtportal, Online-Reservierungen, Bezahlsysteme vor Ort, Vereinfachter Abhol- und Online-Verkauf.
- Förderungen und flexibles Vermietungsmodell: Mietstiftungen/gestaffelte Mieten, Rahmenverträge mit flexiblen Größen, Barrierefreiheit-Fördermittel
„Das Zentral“ – ein Geschäftshaus mit Qualitäts- Café, Büchern & Medien und einer Boutique (Montage Hans-Peter Härtl 2020)
Überarbeitung Finanz- und Haushaltsstruktur
Vollständige und detaillierte Überarbeitung der gesamten Finanz- und Haushaltsstruktur der Stadt
- Optimierung der Rechnungslegungsarten und -zuordnungen.
- ca. 4 Mio. € die als „Totes Kapital„ seit Jahrzenten (z.B. „Hu"-Baugebiet) ungenutzt brachliegen und Zinsen kosten müssen umgehend in den Wertschöpfungskreislauf gelangen und versilbert werden
- Auslagerung von wirtschaftlichen Handlungsfeldern in eigenständige betriebswirtschafliche Zellen z.B. Veranstaltungs GmbH, um finanzielle Gestaltungsräume besser auszunutzen.
Optimierung der Kommunikation & Digitalisierung
Optimierung der Kommunikationsstrukturen, der Verantwortungszuständigkeiten und der digitalen Services im Rathaus
Verwaltungs- und Zuständigkeitsstrukturen, die in sehr langen Zeiträumen nicht hinterfragt werden, verharren in alten Routinen und eröffnen kreativen neuen Alternativen keine Chance.
Unser Vorschlag:
- Überarbeitung der Aufgabenbereiche unter Beteiligung aller Verantwortlichen.
- Bildung von Verantwortungsteams für alle Kernthemen aus gruppierungsübergreifenden Mitgliedern des Stadtrates und den zuständigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Rathauses.
- Schaffung von vollständiger inhaltlicher Informationstransparenz über alle Bereiche der Zuständigkeiten des Stadtrates.
- Ausbau der digitalen Dienste für eine serviceorientierte und bürgerfreundliche Verwaltung.
„Bindung" von jungen Menschen an die Stadt
„Bildung" und „Bindung" von jungen Menschen an die Stadt und die Region muss erste Priorität haben
- Dem Weitblick, dem Mut und der Standhaftigkeit früherer Mitglieder des Stadtrates ist es schließlich anzurechnen, dass wir mit unserer Gesamtschule eine „Perle" in der bayerischen Schullandschaft besitzen, um die uns viele beneiden.
- Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Bildungseinrichtungen den Kindergärten, Grundschule, GSH, Musikschule und all den Kultur- und Sportvereinen.
- Wiedereinrichtung eines „Jugendcafes„ und attraktiver Jugendtreffpunkte für Freizeit und Sport.
Multifunktionssportfeld zwischen ASV und GSH
Lebensräume für alle Generationen
Lebensräume und Entfaltungsmöglichkeiten für alle Generationen schaffen
Eine Stadt und ihre Ortsteile lebt von den Menschen, die dort im Alltag, Beruf und Freizeit interagieren.
Menschen aller Altersstufen möchten dort leben wo für ihre Bedürfnisse etwas geboten ist.
- Attraktive und günstige Wohnlagen müssen so schnell wie möglich, insbesondere für junge Menschen und Familien, nutzbar gemacht werden. z.B. „HU„-Baugebiet sofort umsetzen!
- Wohneigentum sorgt für eine langfristige Bindung der Menschen an IHRE Gemeinde.
- Ältere MitbürgerInnen sollen so aktiv wie möglich am sozialen Leben teilhaben und integriert in der häuslichen oder zumindest heimischen Umgebung einen erfüllten Lebensabend genießen. Hier müssen entsprechende Wohnformen, die Infrastruktur und Angebote ergänzt werden.
- Unsere konkrete Vorstellung hierzu ist die Neuerstellung eines umfassenden integrativen Mehrgenerationenhauses in zentraler Lage der Innenstadt auf dem jetzigen Gelände der Firma IRUSO. Sinnvoller Weise sollten in diesem Gebäude ebenfalls Einrichtungen wie eines Tages- und Kurzzeitpflege, Betreuungs- und Beratungsangebote (z.B. für Alzheimer / Demenz) für alle Belange der älteren Menschen zur Verfügung gestellt werden.
Willkommen in Hollfeld
Entwurf entstammt mit freundlicher Genehmigung, ISEK-Konzepten der UmbauStadt Weimar
Wirtschaft, Gastronomie & Tourismus auf Zukunft
Gewerbe, Wirtschaft, Gastronomie & Tourismus zusammen mit der Digitalisierung auf Zukunft stellen
- Schaffung eines „Digitalen Schaufensters" als Internetportal, in dem sich alle Einzelhändler, Handwerker und Dienstleister unter einem Dach zentral präsentieren können.
- Vermarktung von regional erzeugten Produkten Online und auch hier Offline in reaktivierten leerstehenden Geschäftsräumen.
- Wir sind überregional als Stadt der Kunst & Kultur bekannt. Zusammen mit einem neu konzipierten Tourismus & Freizeitkonzept müssen unsere Stärken mit Natur, Klettern und Radsport etc. als Imageprofil deutlicher dargestellt und kommuniziert werden.
- Konzeption für das Spitalgebäude als Tourismus- und Genusszentrum umsetzen.







